Fundorte von Meteoriten

 

 

 

Meteorite fallen zwar gleichmäßig überall auf die Erde, trotzdem gibt es Orte, an denen sie bevorzugt zu finden sind.

Während sie in den gemäßigten Klimazonen recht schnell verwittern, können sie in trockenen Gegenden, wie den nordafrikanischen Wüsten, oder in der AntarktisZehntausende von Jahren, manchmal sogar über eine Million Jahre überdauern. Hilfreich ist auch, dass Meteorite wegen ihrer typisch schwarzen Schmelzkruste leicht auffallen. In der Antarktis gibt es zudem Gebiete, in denen Meteoriten durch Gletscher an so genannten Blaueisfeldern angesammelt werden. Es werden deshalb öfters Expeditionen dorthin unternommen,

um neue Meteorite aufzuspüren. 

 

Viele tausend Mal kommt Post aus den geheimnisvollen Weiten des Kosmos auf unsere Erde.

Auf Grund der Flächenverteilung landen die meisten Meteoriten im Meer oder in der Wüste, j

edoch verteilen sich die Schätze aus dem unendlichen Sternenraum mehr oder weniger willkürlich,

je nach Drehung und Lage der Erde.

Anhand von Beobachtungsdaten wie etwa von dem Europäischen Feuerkugelnetz,

lassen sich von Meteoritenjägern Vorkommen und Fundstellen einschätzen.

 

 

Wenn man Meteoriten sucht, geht man in die verschiedenen Wüsten, die wir auf der Welt haben. 

Um diese Steinfragmente zu finden, braucht man nämlich einen sehr gleichmäßigen Untergrund,

der einen guten Kontrast zu dem Stein liefert.

Wenn ich in der Arktis unterwegs bin und ich habe einfach überall nur Weiß am Boden, finde ich natürlich einen schwarzen Meteoriten viel leichter, als wenn ich in der Schweiz in den Wald gehe.

 

Der erste Meteorit in der Antarktis wurde 1912 in der Antarktis entdeckt. Danach hörte man nichts mehr von Meteoritenfunden bis 1969 japanische
Wissenschaftler 9 schwarze Meteoriten im Königin Fabiola Fell fanden. Nachdem festgestellt wurde, dass die Meteoriten zu verschiedenen Klassen gehörten, war auch anzunehmen, dass diese nicht alle dort aufschlugen, sondern durch das Eis dorthin befördert wurden. Dies war auch ein Aufbruch zu einer intensiveren Meteoritensuche, denn man konnte ausgehen, Meteoriten zu finden, die vor Tausenden Jahren oder gar Millionen von Jahren auf den Eisschild der Antarktis fielen.

 

 

@Nasa

Durch die Bewegung des Eises erreichen die Meteoriten deshalb eines Tages die Küste, sie brechen mit einem Eisberg ab und verschwinden im Ozean.

An manchen Stellen gibt es aber auch natürliche Barrieren, wo sie aufgehalten werden. Das Eis gibt dann irgendwann durch Erosion diese Meteoriten frei - diese Situation tritt besonders im Bereich der Trockentäler auf.

Bis 1982 wurden so bereits über 5000 Meteoriten gefunden, was 25% der weltweiten Funde entspricht.​

@Nasa

@Nasa

Dass es nicht nur in den kalten Wüsten am Südpol, sondern auch in heißen Wüsten in bestimmten Gebieten über lange Zeiträume zu einer Konzentration von Meteoriten kommen kann, ist eine relativ neue Erkenntnis.

Nachdem ein Team deutscher Seismologen bei Erdölprospektionsarbeiten 1986 in Libyen in der Gegend von Daraj (Distrikt Nalut) zufällig auf einer vergleichsweise kleinen Fläche rund 65 Meteoriten fand, begann in der Sahara eine systematische Suche. Seit 1990 wuchs die Zahl der im Rahmen von privaten und institutionellen Meteoritenexpeditionen zunächst in der Sahara und später auch in den Wüsten Omans gemachten Funde stetig an.

Waren 1985 aus Libyen, Algerien, Marokko, der Republik Niger und dem Oman gerade einmal 30 Meteoritenfunde bekannt, so sind es heute mehr als 3000. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl von Funden durch Einheimische, die ohne Angaben zu den Fundumständen meist über die marokkanischen Märkte gehandelt wurde.

 

Bei den Fundgebieten in heißen Wüsten handelt es sich um Aggregationsflächen, auf denen die Böden unter ganz bestimmten Bedingungen die Meteoritenfälle mehrerer zehntausend Jahre konserviert haben. Dies geschieht ähnlich wie beim Konzentrationsprozess in der Antarktis zunächst durch Einsedimentation der neu hinzukommenden Fälle. Durch neue Sedimentschichten auch in feuchteren Klimaphasen vor den Witterungseinflüssen geschützt, überdauerten die Meteoriten bis zu mehrere zehntausend Jahre in den Bodenschichten.

In der Sahara legte die Winderosion in der jüngsten, seit rund 3000 Jahren immer trockener werdenden Klimaphase die so konservierten Meteoriten schließlich frei. 

Entscheidend für den Konzentrationsprozess von Meteoriten ist ferner das Fehlen von Quarzsand in den entsprechenden Gebieten.

Die vergleichsweise harten Quarzsande führen zu einer schnelleren Zerstörung der Meteoriten durch Windschliff.

Die dichten Meteoritenkonzentrationen in der Sahara liegen deshalb in der Regel auf Plateaus oberhalb des Sandflugs oder im Lee von Höhenzügen.

 

Helle Untergründe mit leicht basischem pH-Wert haben sich für die Prospektion am günstigsten erwiesen.